Fondazione Belvedere - Gschwent  

   



Home
Einleitung
Die Restaurierung
Das Museum
Die Philosophie
Die Stiftung
Projekte
Informationen
Straßenverzeichnis
Links
Ric. Informationen

FESTUNG Belvedere - Werk Gschwent

 

Die Philosophie des Restaurierungswerks und die technischen Lösungen[1]

 

Die von den Architekten Francesco Collotti, Valentina Fantin und Giacomo Pirazzoli geleitete Restaurierung der Festung Belvedere ist eine Art "Umsetzung der Erinnerung" gewesen.

 

Die Techniker beschlossen nämlich, nicht eine Art philologische Rekonstruktion der Festung nach dem Schema ihres Planers, sondern einen Eingriff vorzunehmen, dank dessen die verschiedenen Zeitalter der Festung interpretiert werden konnten. Herauskommen sollte gleichsam eine Stratigraphie, die die Spuren der verflossenen Zeit und der verschiedenen Geschichten aufschlüsseln konnte, die an dieser Stätte aufeinander gefolgt sind.

 

Ganz verfehlt wäre es gewesen, den Bau zu restaurieren, um ihm sein angeblich ursprüngliches Aussehen zurückzugeben.

 

Wie auch der Architekt Collotti hervorhebt, hat ein Großteil des manchmal auch unheimlichen Zaubers dieses Orts mit dem Ablauf der Zeit zu tun, mit dem Umstand, das er wenige Monate lang im Mittelpunkt der Welt und des Zeitgeschehens gestanden hat und dann der Stille übergeben worden ist.

 

 

Ziel der Restaurierung war es, alle von der Zeit hervorgerufenen Änderungen an der Anlage erkennbar zu machen; Aspekte, die diesen Bau noch einzigartiger machen: eine begonnene und nie abgeschlossene kleine Treppe, ein gemauerter Ausgang für die Infanterie, Verstärkungen der Abdeckung, die unter der Bombardierung hinzugefügt worden sind.

 

Darüber hinaus hat man sich dafür entschieden, die starken Male der Plünderung der Festung bestehen zu lassen, Aspekte einer Geschichte, die fester Bestandteil der Festung ist; eine unverzichtbare Lupe, um die Seiten einer Vergangenheit neu zu interpretieren.

 

Das Architektenteam hat auch das zeigende Element hervorgehoben, gleichsam das Kleid, auf das die Inhalte der neuen Ausstellungswege genäht worden sind.


 
     

Über lange Zeit hinweg hat man an die möglichen architektonischen Lösungen gedacht, die bei der Anlegung von Themawegen innerhalb der Festung angewandt werden konnten.

     

Durch diese Räume war eine Geschichte gegangen. Hinzuzufügen waren nur Einbildungskraft und Kreativität; die letzten Steine eines intellektuellen Weges, der am Ort bereits unweigerlich vorgezeichnet war.

 

Bei der Neuinterpretation der Vergangenheit ist es der Arbeitsgruppe sofort klar geworden, dass für die Festung nur eine Art moralische Wiedergutmachung vertretbar war. In die Festung war das Eisen zurückzuschaffen, das ihr 1940 unrechtmäßig entwendet worden war. Die Aufbauten werden durch sehr große und schwere Träger aus Eisen abgestützt, das oxydiert worden ist, um auf energische Weise an die Stärke und die Härte der militärischen Angelegenheiten, der Panzerkuppeln und der Maschinengewehre zu erinnern.

 

Für künstliche und aufgesetzte Dekorationen war kein Platz; alles spiegelt die architektonische Strenge des Orts und sein Wesen als Kriegsmaschine wider.

Die Graphik der Ausstellungstafeln und die Beschilderung der Wege hat der Architekt Biorcio des Studios AriA besorgt: Metalltafeln mit großen Bildern, die auf der Grundlage einer begrifflichen Ausarbeitung des Historikers Lucio Fabi die Wege ergänzen.

 

 
     
 

[1] Zusammenfassung des Vortrags Questo restauro: la „messa in opera della memoria“, ausgearbeitet von dem Architekten Francesco Collotti, dem an dieser Stelle für die Zusammenarbeit gedankt wird.

Top


Home | Einleitung | Die Restaurierung | Das Museum | Die Philosophie | Die Stiftung | Projekte | Informationen | Straßenverzeichnis | Links | Ric. Informationen

Copyright © 2004 Bertoldi. Per. Ind. Gianpietro. Alle Rechte vorbehalten.

Für Probleme bzw. Fragen zu dieser Web-Seite bitte kontaktieren Sie [ProjectEmail].
Letzte Aktualisierung: 03-07-2004.