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FESTUNG
Belvedere -
Werk Gschwent
Die Philosophie des Restaurierungswerks und die technischen Lösungen
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Die von den Architekten
Francesco Collotti, Valentina Fantin und Giacomo Pirazzoli geleitete
Restaurierung der Festung Belvedere ist eine Art "Umsetzung
der Erinnerung"
gewesen.
Die Techniker beschlossen
nämlich, nicht eine Art philologische Rekonstruktion der Festung nach
dem Schema ihres Planers, sondern einen Eingriff vorzunehmen, dank
dessen die verschiedenen Zeitalter der Festung interpretiert werden
konnten. Herauskommen sollte gleichsam eine Stratigraphie, die die
Spuren der verflossenen Zeit und der verschiedenen Geschichten
aufschlüsseln konnte, die an dieser Stätte aufeinander gefolgt sind.
Ganz verfehlt wäre es gewesen,
den Bau zu restaurieren, um ihm sein angeblich ursprüngliches Aussehen
zurückzugeben.
Wie auch der Architekt Collotti
hervorhebt, hat ein Großteil des manchmal auch unheimlichen Zaubers
dieses Orts mit dem Ablauf der Zeit zu tun, mit dem Umstand, das er
wenige Monate lang im Mittelpunkt der Welt und des Zeitgeschehens
gestanden hat und dann der Stille übergeben worden ist. |

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Ziel der Restaurierung war es,
alle von der Zeit hervorgerufenen Änderungen an der Anlage erkennbar zu
machen; Aspekte, die diesen Bau noch einzigartiger machen: eine
begonnene und nie abgeschlossene kleine Treppe, ein gemauerter Ausgang
für die Infanterie, Verstärkungen der Abdeckung, die unter der
Bombardierung hinzugefügt worden sind.
Darüber
hinaus hat man sich dafür entschieden, die starken Male der Plünderung
der Festung bestehen zu lassen, Aspekte einer Geschichte, die fester
Bestandteil der Festung ist; eine unverzichtbare Lupe, um die Seiten
einer Vergangenheit neu zu interpretieren.
Das
Architektenteam hat auch das zeigende Element hervorgehoben, gleichsam
das Kleid, auf das die Inhalte der neuen Ausstellungswege genäht worden
sind. |


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Über lange Zeit hinweg hat man an die möglichen architektonischen
Lösungen gedacht, die bei der Anlegung von Themawegen innerhalb der
Festung angewandt werden konnten. |
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Durch diese Räume war eine
Geschichte gegangen. Hinzuzufügen waren nur Einbildungskraft und
Kreativität; die letzten Steine eines intellektuellen Weges, der am Ort
bereits unweigerlich vorgezeichnet war.
Bei der Neuinterpretation der
Vergangenheit ist es der Arbeitsgruppe sofort klar geworden, dass für
die Festung nur eine Art moralische Wiedergutmachung vertretbar war. In
die Festung war das Eisen zurückzuschaffen, das ihr 1940 unrechtmäßig
entwendet worden war. Die Aufbauten werden durch sehr große und schwere
Träger aus Eisen abgestützt, das oxydiert worden ist, um auf energische
Weise an die Stärke und die Härte der militärischen Angelegenheiten, der
Panzerkuppeln und der Maschinengewehre zu erinnern.
Für künstliche und aufgesetzte
Dekorationen war kein Platz; alles spiegelt die architektonische Strenge
des Orts und sein Wesen als Kriegsmaschine wider.
Die Graphik der
Ausstellungstafeln und die Beschilderung der Wege hat der Architekt
Biorcio des Studios AriA besorgt: Metalltafeln mit großen Bildern, die
auf der Grundlage einer begrifflichen Ausarbeitung des Historikers Lucio
Fabi die Wege ergänzen. |

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