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STIFTUNG BELVEDERE - GSCHWENT
Maler an der Front im Ersten Weltkrieg – Die “Kriegsmaler”
In Zusammenarbeit zwischen der Stiftung Belvedere-Gschwent und dem „Centro Studi sulla Storia dell’Europa Orientale“ wird vom 19. Juni bis zum 12. September 2004 im Ausstellungssaal der Gemeinde Lavarone die internationale Ausstellung „Kriegsmaler. Maler an der Front im Ersten Weltkrieg“ stattfinden. ![]() Durch ca. 50 graphische Werke und 70 Bilder der bedeutendsten Vertreter der Kriegsmalerei – unter denen Albin Egger-Lienz, Ernst Nepo und Francesco Rizzi – wird die Ausstellung die einmalige Erfahrung der „Kriegsmaler“ im Ersten Weltkrieg beleuchten. „Kriegsmaler“ und „Kriegsbildhauer“ waren eine eigenartige Einrichtung des österreichisch-ungarischen Heeres, die es zur gleichen Zeit in den anderen Heeren nicht gab. Diese Künstler genossen den Offizierstatus, aber gleichzeitig konnten sie in ihrer schöpferischen Tätigkeit völlig frei sein. Ihr Rang und eine Sondererlaubnis berechtigten sie dazu, sich ohne Beschränkungen überallhin zu begeben, auch bis zur vordersten Linie. Die einzige Pflicht, der sie unterliegen mussten, bestand darin, dass sie den Kommandos eine gewisse Anzahl von Skizzen, Zeichnungen und Bildern abgeben mussten. Über den übrigen Teil ihrer künstlerischen Schaffung durften sie in voller Freiheit verfügen. Die Einrichtung der Kriegsmaler, die dem Hauptquartier der Kriegspresse unterstanden, entsprach der Absicht der Kommandos, durch die künstlerische Darstellung der Ereignisse und der Lebensbedingungen der Soldaten die Akzeptanz der Opfer und der Entbehrungen jenes Lebens seitens der Bevölkerung zu stärken. Zu diesem Zweck wurden in den wichtigsten Zentren der Doppelten Monarchie mehrere Ausstellungen über „Kriegsmaler“ organisiert, an denen bekannte Künstler teilnahmen. Eine dieser Ausstellungen – mit 373 Werken - fand 1917 in Bozen statt. Solche Ausstellungen waren weit mehr als reine Kriegspropaganda: Sie wurden zu wichtigen Kunstveranstaltungen und zu einem Treffpunkt zwischen den verschiedenen persönlichen Erfahrungen und den Malkunstrichtungen. Lavarone, Ausstellungssaal des Rathauses 9. Juni – 12. September. 2004
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